Anspruch auf Mängelbeseitigung

Der BGH hat für das Werkvertragsrecht schon seit einigen Jahren die Meinung vertreten, dass fiktiver Schadens-

ersatz nicht zulässig ist. In der untergerichtlichen Rechtsprechung gab es teilweise Bestrebungen, diese Rechtsprechung auch für das Kaufrecht zu installieren. Mit Urteil vom 12.03.2021 hat der -für Kaufrecht zuständige- 5. Senat des BGH festgestellt, dass die fiktive Abrechnung im Kaufrecht weiterhin möglich sein soll. Damit steht fest, dass jemand der Anspruch auf Mängelbeseitigung hat, auch dann Ersatz in Geld verlangen kann, wenn er die Arbeiten zur Beseitigung des Mangels gar nicht ausführen lässt. Lukrativ kann das sein, wenn der Mangel nicht wesentlich stört, man damit leben kann und mit dem Geld etwas Besseres vorhat.