Body Dogs

interview mit MaRtina Vogelzang

Mit deiner Niederlassung in Rheine hast du dein drittes Geschäft im Einzelhandel eröffnet und dies trotz herausragenden Erfolges mit deinem Online-Shop. Was treibt dich zu dieser Entscheidung an?

Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen liebe ich den direkten Kundenkontakt. Nicht allein, weil ich ein sehr geselliger Mensch bin, sondern auch und im Besonderen, weil meine Arbeit sehr beratungsintensiv ist. Ich sehe es als meine primäre Aufgabe an, meinen Kunden eine umfassende und professionelle Futter-Beratung zu bieten, die auf den einzelnen Hund abgestimmt ist. Natürlich könnte ich auch einfach unkommentiert mein hochwertiges Futter über die Theke reichen. Aber das würde meinem Anspruch nicht gerecht, immer die beste Lösung zum Beispiel bei Fütterungsproblemen finden zu wollen.

 

In deinem Geschäft finde ich vor allem deine Eigenmarke „Body Dogs“.
Was hat dich dazu bewogen, selbst Futter herstellen zu lassen?

Ganz klar: die Qualität. Ich bin seit mehr als 20 Jahren Züchterin für Bordeaux Doggen und Möpse und kenne das Leid von Hundebesitzern, sich durch namhafte, hoch angepriesene Futter „durchzuprobieren“. Mein Ziel war immer wie das aller Hundebesitzer: eine gesunde Ernährung sicherzustellen. Das hat zum einen mit den gewünschten Inhaltsstoffen, aber auch mit den Bestandteilen zu tun, die besser nicht im Futter sein sollten. Durch viele Fachgespräche und mein eigenes Ausschlussverfahren habe ich meinen persönlichen Wunsch nach einer gesunden Fütterung verwirklicht. 

Bist du mit deiner Eigenmarke bei anderen Züchtern erfolgreich und welche Argumente hast du?

 Ja, denn besonders gute und professionelle Züchter legen hohen Wert auf eine gesunde Aufzucht. Damit verbindet sich eine gesunde Ernährung, sehr gute Verträglichkeit und das Fehlen von Allergie begünstigenden Inhaltsstoffen. Einem Züchter muss ich bezüglich guter Verwertung und Allergien nicht viel erklären. Mein Futter „Body Dogs“ überzeugt vom ersten Tag an.

 

Warum sollte man bei der Zusammenstellung des passenden Futters immer den Hund mitbringen?

Jeder Hund ist individuell und deswegen sollte das Futter auf den Hund abgestimmt sein und nicht umgekehrt. Natürlich ersetze ich nicht das Fachurteil eines Tierarztes, aber ich kann sehr wohl auf mein hohes Maß an Erfahrung zurückgreifen. Wenn ich einen Hund sehe, ihn erlebe und einige Sätze mit dem Besitzer über das Tier spreche, dann weiß ich meist schon, wohin die Reise geht.

 

Ist BARF (Rohfleisch-Futter) eine Allheilmethode in der Fütterung oder gibt es Alternativen, die man berücksichtigen sollte?

Nein, BARF ist kein Allheilmittel, es kann sogar kontraproduktiv sein. Wir bieten eine große Auswahl an Vollfleisch-feuchtnahrung an. Hier gilt wie immer: Das Futter muss zum Hund passen. Und das kann auch durchaus ein hochwertiges Trockenfutter sein.

 

An einigen deiner Kauartikel findet sich Naturfell. Hat das eine besondere Bewandtnis?

Erst einmal sind Kauartikel für eine bessere Reinigung der Zähne da und dafür, dass der Hund keine Einrichtungsgegenstände anknabbert. Das natürliche Fell an den Kauartikeln sorgt für eine ebenso natürliche Darmreinigung. Ich habe durchaus Kunden, die mit den Fellartikeln die Wurmkur ersetzen. Denn eine Wurmkur wirkt sich bei ihrer Anwendung negativ auf die Darmflora aus. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

 

Du bietest deine Futterberatung auch für Besitzer von Hunden mit Krebs, Demenz, Nierenproblemen oder auch bei verhaltensbedingten Problemen an. Da übernimmst du eine große Verantwortung.

Wie gelingt es dir, hier erfolgreich einzuwirken?

Mein Team und ich haben es uns zur Aufgabe gemacht den Hundebesitzern verständlich zu erklären worauf es bei ihrem Vierbeiner ankommt. Gerne

arbeiten wir in diesen Fällen mit den Tierärzten zusammen. Je mehr Erfahrung, desto höher ist die Chance auf ein förderliches Einwirken mit der individuell passenden Ernährung.

Nach Bedarf kombinieren wir unser hochwertiges Futter mit Nahrungsergänzungsmitteln und speziellen Ölen, exakt so, wie es für das Tier hilfreich ist. Und die guten Rückmeldungen, die wir erhalten, zeigen deutlich, dass wir hier etwas bewegen.

 

Wie bei uns Menschen finden sich auch unter den Hunden Allergiker. Wie bekommt man das heraus und was ist bei der Ernährung zu beachten?

Nicht jede Unverträglichkeit ist eine Allergie und jeder Hund reagiert individuell. Deswegen ist es ja so wichtig den Hund mitzubringen und über seine Behandlungen, Medikamente sowie gegebene Futtersorten zu sprechen.

In diesen kostenfreien Beratungsgesprächen kommt dann wieder unser hohes Maß an Erfahrung zum Tragen.

Die Inhaltsstoffe auch einiger teurer Herstellermarken sind für die gesunde Ernährung von Hunden nicht zuträglich. Hier finden sich zum Beispiel oft ein hoher Anteil an Reis wieder.  

Was macht dein Futter so gut?

Ich denke, es ist die kurze Kette an Inhaltsstoffen. Wichtiger ist meiner Meinung nach aber, dass unser Futter überwiegend getreidefrei bzw. glutenfrei ist.

 

Wenn du Hundebesitzern drei Tipps geben darfst, welche sind das?

Tipp 1:

Zieht euren Welpen so auf als wenn es euer Kind ist. Haltet Spaziergänge kurz. Mit einem Baby oder Kleinkind würde man ja auch keine langen Spaziergänge ohne Kinderwagen machen.

 

Tipp 2:

Chemie ist das was euren Hund belastet, sucht nach Möglichkeit immer eine natürliche Alternative.

 

Tipp 3:

Denkt einmal 50 Jahre zurück. Damals wurden Hunde in der Regel sehr alt und neigten eher selten zu Allergien. Der Weg muss zurück zu einer hundgerechten und natürlichen Ernährung führen.