Energetische Sanierungen – Heeke und Efler über ein top aktuelles Thema

Interview mit Geschäftsführer Reinhard Efler

Der Slogan „seit über 35 Jahren Innovationen mit Holz“ zeigt das hohe Maß an Erfahrung, das dein Unternehmen auszeichnet. In welche Richtung haben sich die Leistungen im Laufe der Jahre entwickelt?

Unsere Kernleistungen waren und sind der Holzrahmenbau und die Zimmerei. Im Laufe der Zeit haben wir aus Gründen einer sauberen Koordination sowohl Dacharbeiten als auch Fassadenbekleidungen mit ins Portfolio aufgenommen. So können wir aus einer Hand und ohne Zeitverzug unsere Baustellen zur Zufriedenheit der Kundschaft abwickeln.

 

Auch bei euch zeigt der Trend spürbar in Richtung „Energetische Sanierungen“. Wie stellt sich dein Unternehmen dieser Herausforderung?

Für ältere, bestehende Gebäude und Objekte schaffen energetische Sanierungskonzepte, sowohl im Wohnbereich als auch bei gewerblichen Miet- und Büroobjekte, nachhaltige Wertschöpfungen. Wir bieten unseren Kunden daher eine umfassende Energieberatung, maßgeschneiderte Energiekonzepte und vielfältige Lösungen. So können wir Schwachstellen am Gebäude lokalisieren und fachgerecht beseitigen.

 

An welchen Stellschrauben kann man drehen, um gerade jetzt, wo Energie und Baukredite teuer werden, Einsparungen zu erzielen?

Zum einen setzen wir effektive Maßnahmen um, die eine Senkung des Energiebedarfs begünstigen. Aber auch bei der Investition kann man bares Geld sparen, denn mit der Nutzung bestehender KfW-Programme stehen für verschiedenste Modernisierungsmaßnahmen Fördergelder bereit.

 

Wie kann ich erkennen, ob mein Haus „dicht“ ist?

Bei Neubauten ist der „Blower Door Test“ ein etabliertes Verfahren, um die Dichtigkeit und den Luftaustausch eines Gebäudes bereits in der Bauphase messbar darzustellen. Mit diesem Differenzdruck-Messverfahren wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Lecks in der Gebäudehülle aufzuspüren und die tatsächliche Luftwechselrate zu bestimmen. Einfach gesagt: Wir blasen Luft durch die Haustür herein und messen mit Wärmebildkameras, wo diese an „undichten“ Punkten wieder austritt. Bei Mängeln kann dann vom Fachmann nachgebessert werden.

 

Eine sorgfältige Analyse und Begehung vor Ort schafft dabei eine solide Basis für gezielte energetische Maßnahmen. Einen „Blower Door Test“ kann man, unabhängig von einer Dämmung durch uns, gesondert als diagnostische Dienstleistung anfordern.

Welche Materialien setzt ihr für die Dämmung ein?

Am Dach führen wir Standarddämmungen mit Isofloc-Zellulosedämmung sowie Weichfaserplatten für einen erhöhten sommerlichen Wärmeschutz aus. Dämmungen führen wir auch mit Steinwolle und Mineralwolle aus.

Für Innenwände verwenden wir verschiedenste Materialien wie Isofloc-Zellulosedämmung, Mineralwolle, Steinwolle, Gipskarton oder IQ Therm.

 

Bei den Außenwänden setzen wir, je nach Anforderung oder Beanspruchung, Holzweichfaserplatten, vorgehängte Fassadentafeln oder Verschalungen der Fassade aus Holz ein.

 

Wir bieten unseren Kunden auch Kerndämmung an. Das heißt: das zweischalige Mauerwerk wird zwischen Klinker und Mauerwerk zum Beispiel mit Knauf Insulation Supafil ausgeblasen. Das ist eine kostengünstige aber sehr effiziente Maßnahme, um die Außenhaut des Gebäudes sowohl gegen Wärme als auch Kälte zu schützen.

 

Wenn der Keller unbeheizt ist macht auch eine Kellerdeckendämmung Sinn. Hier kommen Isofloc-Dämmung, PUR-Dämmstoffe, Stein- und Mineralwolle sowie abgehängte Decken zum Einsatz. So bleibt die Kälte im Keller und die Füße im darüber liegenden Geschoss bleiben wohlig warm.

 

Magst du eine Vorschau auf das Jahr 2023 wagen?

Die Verteuerung von Energie lässt die Nachfrage nach energetischen Sanierungsmaßnahmen spürbar ansteigen. Unsere Arbeit kann einen guten Beitrag dazu leisten, dass keine Energie durch unzeitgemäße und wenig effiziente Dämmung verschenkt wird. Nun bräuchte ich noch ein oder zwei weitere Kollegen, die Freude an unserem vielfältigen Beruf haben und 2023 kann kommen.