Kultur mit Axel Engels

BLUES GUERILLAS

Grundehrlicher Blues von den Maisfeldern des Münsterlandes – die Blues Guerillas sind ein Markenzeichen für feinste von Hand gemachte Musik. Diese Formation ist seit vielen Jahren Kult, braucht man nicht über den großen Teich zu reisen, um grundehrlichen Blues zu hören.

Die „Blues-Guerillas“ sind einfach ein Phänomen, das es wohl so nur im Münsterland gibt. Entstanden aus einem „spannenden Zeitvertreib für langweilige Wochenenden einiger Musiker“, sind sie zu einer offenen Formation geworden, die seit vielen Jahren ein Garant für prickelnde Unterhaltung ist. 

Wenn sie irgendwo „einfallen“, lassen sie jeden Veranstaltungsort in seinen Grundmauern erzittern, wobei sie die Herzen des Publikums mit ihrer natürlichen Art im Sturm erobern. In dieser für Künstler so schwierigen Zeit gibt es leider auch für sie keine öffentlichen Konzerte, in denen sie ihre Leidenschaft ausleben und ihre Zuhörer verwöhnen können. Aber auch für die Blues Guerillas werden sich die Vorzeichen im nächsten Jahr hoffentlich ändern und dann sind ihnen die Sympathien aller sicher. Wenn sie ihren musikalischen Ritt durch die Niederungen des authentischen Blues beginnen, erklingt oftmals der von  Blues-Brothers bekannte „Ghostriders in the sky“ mit perfekter Bonanza-Einleitung. Da zeigt sich die besondere Art, wie die Blues-Guerillas mit legendären Hits umgehen. Seit 1949 ist dieser Song unzählige Male gecovert worden, aber so vom Staub befreit hört man ihn wohl selten. 

 

Die rauhe Stimme von Martin Captain Huck, der mit Leidenschaft in die Welt der großen Gefühle entführt, passt einfach bestens zum farbenreichen Saitenklang der Gitarristen Stephan Höltker und Tommy „Fastfinger“ Götze sowie dem groovenden Sound des Bass von  Guido „Stingray“ Schräder. Für den erdigen Rhythmus war dann Basti Fantastic Kwiotek mit punktgenauem Spiel zuständig. Zu diesem festen Besetzungskern kommen immer wieder andere Musiker hinzu und Gastsolisten sind stets willkommen. Da weiß  man am Beginn des Abends nie, wohin die spontane Reise so geht. Da greifen die Blues-Guerillas ganz tief in die Schatzkiste ihres großen Repertoires und zaubern so manchen Song hervor, den man viele Jahre an vielen Orten nicht mehr gehört hat. Für sie gibt es keine stilistischen Grenzen bei ihrem Streifzug durch die Welt von Eric Clapton, den Doobie Brothers, Johnny Guitar Watson, Stevie Wonder bis Alicia Keys und den Cleedence Clearwater Revival. Das kommt eben beim Publikum bestens an. Bei ihrem „The bad, bad“-Medley mit „Movie Star“, „Brick in the wall“ bis zu „Mendecino“ und „Lady in Black“ findet jeder sein ganz persönlichen Lieblingssong. Hoffentlich dauert es nicht mehr so lange, bis man diese sympathischen Musiker wieder live erleben kann. Denn Musik hautnah in einem wahren Hexenkessel zu erleben kann man einfach nicht ersetzen.